„In Weckhoven ist Schützenfest doch am schönsten“ – Marcel Sommer krönt seine Schützenlaufbahn als Marcel I in Weckhoven

„In Weckhoven ist Schützenfest doch am schönsten“ – Marcel Sommer krönt seine Schützenlaufbahn als Marcel I in Weckhoven

Seit er den Königsvogel des Weckhovener Schützenregimentes im spannenden Kampf am Schützenfestdienstag Ende Mai 2025 gegen zwei Mitbewerber von der Stange geholt, ist es schon fast ein ganzes Schützenjahr her. Von seinem Gildezug „Heidehirsch“ hat zunächst keiner geglaubt, dass er trifft.

Er und seine Königin Carmen I (Roggenkämp) sind also schon eine ganze Weile das Weckhovener Königspaar und hatten Gelegenheit diverse Festlichkeiten der Weckhovener Schützenkorps und -züge zu besuchen und als geladene Gäste Schützenfeste in den befreundeten Schützenvereinen der umliegenden Orte kennenzulernen.

Der Höhepunkt steht den beiden aber noch bevor, mit den Krönungsfeierlichkeiten am 2. Mai mit festlichem Umzug und anschließender Feier im Festzelt an der Carl-Goerdeler Straße. Beim Schützenfest am zweiten Juni-Wochenende steht das Paar dann ganz im Mittelpunkt aller Schützenfestfeierlichkeiten mit dem Höhepunkt der Königsparade am Schützenfestsonntag. Zum Abschluss des Schützenfestes wird dann ein neuer König an der Vogelstange am Festzelt ermittelt und endet das Königsjahr.

Seine Majestät Marcel Sommer wurde am 6. August 1973 in Neuss geboren, ist Vater von vier Kindern und bereits Großvater eines Enkelkindes. Seine Wurzeln im Schützenwesen reichen weit zurück: Bereits im Alter von 15 Jahren trat er als Jungschütze in den Jägerhauptmannszug „Frei weg“ auf der Neusser Furth ein – in einen Zug, dem schon sein Vater, sein Großvater und sein Onkel angehörten. Früh zeigte sich sein Engagement: Bereits im ersten Jahr wurde er Zugkönig.

Mit 20 Jahren wechselte er zu den Grenadieren in den Zug „Thekenstürmer“, in dem er unmittelbar zum Oberleutnant gewählt wurde. Aber auch im Neusser Schützenwesen war er viele Jahre als Es sowohl bei den Jägern als auch bei den Grenadieren aktiv, bevor er 2012 eine Pause einlegte.

Doch die Verbundenheit zum Schützenwesen blieb bestehen. 2021 kehrte Marcel Sommer zurück, schloss sich erneut einem Grenadierzug an und wurde auch dort wieder Zugkönig. In dieser Zeit entstand zudem der Kontakt zum Weckhovener Gildehauptmannszug „Heidehirsch“, in dem er zunächst zwei Jahre als Gast mitwirkte und schließlich festes Mitglied wurde. Besonders hervor hebt er den ausgeprägten Zusammenhalt, die Hilfsbereitschaft und das gemeinschaftliche Miteinander, das den Zug prägt.

Die Gemeinschaft im Weckhovener Regiment, mit den gemeinsamen Feiern im Festzelt sowie die Herzlichkeit im Gildekorps sind für ihn ein Pluspunkt gegenüber de, großen Schützenfest in der Heimatstadt Neuss. So lobt er insbesondere auch die gute Verpflegung während der Schützenfesttage durch Carola Bölling, die zu allen Tagen die Schützen des Gildekorps bestens bekocht.

Und das kann er schließlich beurteilen, startete er doch seine berufliche Laufbahn bei der Bundeswehr, wo er während seiner vier Jahre Dienstzeit eine Lehre als Koch zunächst in Essen Kupferdreh und anschließend bei der Fliegerstaffel in Nörvenich absolvierte. Dann orientierte er sich allerdings um und machte sein Hobby zum Beruf. Zunächst trat er in Talkshows wie „Vera am Mittag“ oder Oliver Geissen auf. Nach dieser ersten Erfahrung wirkte er als Komparse und Kleindarsteller in vielen Kino- und Fernsehfilmen und -serien (wie z.B. „Richterin Barbara Salesch“ oder „Alles, was zählt“) mit. Er entwickelte sich aber nicht nur vor der Kamera, sondern auch zu einem freiberuflichen Mitarbeiter für Produktionsfirmen, der heute auch hinter den Kulissen tätig ist.

Seine Vielseitigkeit und Leidenschaft spiegeln sich ebenso in seinen privaten Interessen wider – insbesondere im Fußball sowie in seiner Begeisterung für Musik. Gerne erzählt er, dass er gelegentlich als Stimmendouble für Udo Lindenberg auftritt, den er auch persönlich kennt. Aber auch der Krönungstanz wird für Marcel Sommer kein Problem, hat er doch in seiner Jugend insgesamt 14 Jahre in der damaligen Tanzschule Hopp-Schneidt getanzt und es dort bis zum Medaillen-Kurs gebracht.

Seine Königin Carmen Roggenkämp hat er übrigens bei seiner beruflichen Tätigkeit für das Fernsehen kennengelernt. Auch sie arbeitet als Komparsin für Fernsehproduktionen. Carmen I wurde 1992 in Krefeld geboren und lebte lange Zeit in Gelsenkirchen. Eigentlich neigte sie mehr zum Winterbrauchtum und war Mitglied in einem Karnevalsverein. Ihre Verbindung zum Schützenwesen entstand erst durch Marcel Sommer, der sie mit großer Begeisterung an die Traditionen heranführte. Inzwischen begleitet sie ihn bereits zum zweiten Mal als Königin.

Carmen Roggenkämp hat, bevor Sie Komparsin wurde, zunächst eine Ausbildung als Krankenpflegerin gemacht. In ihrer Freizeit widmet sie sich unter anderem dem Reitsport und der Musik. Darüber hinaus kann Sie auch selbst gut singen, wie Marcel Sommer betont. Ein weiteres Hobby der beiden ist Katze Lilly, die dafür gesorgt hat, dass Carmen Roggenkämp zwar Blumen gerne mag, diese aber zu Hause stets den Krallen der Katze zum Opfer fallen. Aus diesem Grunde möchten die beiden auch lieber keine Blumen zur Krönung, sondern würden sich sehr über Geldgeschenke freuen, die sie für einen guten Zweck spenden würden.

Carmen Roggenkämp, die zunächst ihrer Rolle als Königin mit Skepsis begegnete freut sich mit Marcel Sommer nun auf das Schützenfest. der Das Königspaar beispielhaft für gelebte Tradition, persönliche Entwicklung und die verbindende Kraft des Schützenwesens. Mit ihrer Krönung beginnt für beide ein neues Kapitel, das sie mit Engagement und Freude gestalten werden.

Oder, um es mit den Worten von Udo Lindenberg zu sagen:

„Hinterm Horizont geht’s weiter.“

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